Nextcloud auf einem Synology NAS installieren

Nextcloud lässt sich auf einem Synology NAS mit ein paar Handgriffen installieren. Alles was für dafür benötigt wird, lässt sich aus den Paketquellen installieren und die meiste Einstellungen über DSM vornehmen.


  1. Synology Pakete installieren
  2. Nextcloud – Dateien hochladen und Web-Ordner anlegen
  3. Gemeinsamer Ordner – Datenverzeichnis für die Nextcloud
  4. Temporäres Uploadverzeichnis
  5. Ordner-Berechtigungen anpassen
  6. MariaDB 10 Server
  7. Datenbank anlegen
  8. Web Station
  9. Nextcloud – Installation
  10. Nextcloud auf einem Raspberry Pi installieren
  11. Nextcloud – occ-Befehle

Synology Pakete installieren

Für die Installation von Nextcloud benötigen wir die folgenden Synology Pakete:

  • MariaDB 10
  • phpMyAdmin
  • Web Station
  • Apache HTTP Server 2.4
  • PHP 7.4
Synology Pakete
Synology Pakete

Nextcloud – Dateien hochladen und Web-Ordner anlegen

Ladet euch die aktuellste Version von Nextcloud von der offiziellen Website auf eure lokale Festplatte herunter:
https://nextcloud.com/

Danach können wir sehr einfach den zip-Ordner in den Web-Ordner auf der Synology über den Webbrowser hochladen.

Nextcloud zip-Ordner hochladen
Nextcloud zip-Ordner hochladen
zip-Ordner extrahieren
zip-Ordner extrahieren

Durch das Entpacken des zip-Ordners wird automatisch ein neuer Ordner mit dem Namen “nextcloud” angelegt.

zip-Ordner extrahieren
zip-Ordner extrahieren

Gemeinsamer Ordner – Datenverzeichnis für die Nextcloud

Einen neuen “Gemeinamen Ordner” benötigen wir für die beiden Verzeichnisse:

  1. Nextcloud-Datenverzeichnis
  2. temporäres Upload-Verzeichnis

Der Schritt ist optional und nicht zwingend notwendig, um die Nextcloud zu installieren. Das Upload-Verzeichnis und der temporäre Upload-Ordner können jederzeit noch geändert werden.

Synology - Gemeinsamer Ordner
Synology – Gemeinsamer Ordner

Synology - Gemeinsamer Ordner
Synology – Gemeinsamer Ordner

Synology - Gemeinsamer Ordner
Synology – Gemeinsamer Ordner

Synology - Gemeinsamer Ordner
Synology – Gemeinsamer Ordner

Temporäres Uploadverzeichnis

Im neue angelegten Ordner für das Nextcloud-Datenverzeichnis legen wir noch einen weiteren Ordner für das tempörare Upload-Verzeichnis an.

Am einfachsten funktioniert das über das Terminal:

mkdir /volume1/nextcloud-data/nextcloud-temp

Ordner-Berechtigungen anpassen

Nachdem nun alle Ordner angelegt wurden, stellen wir die Rechte noch ein.
Der Benutzer “http” benötigt in den drei Verzeichnissen Schreibrechte.

chown -R http:http /volume/web/nextcloud
chmod -R 0770 /volume1/web/nextcloud

chown -R http:http /volume/nextcloud-data
chmod -R 0750 /volume1/nextcloud-data 

chown -R http:http /volume/nextcloud-data/nextcloud-temp
chmod -R 0750 /volume1/nextcloud-data/nextcloud-temp

MariaDB 10 Server

Nach der Installation von “MariaDB 10” werdet ihr nach einem Passwort gefragt. Es handelt sich dabei um das Hauptpasswort für den Datenbankserver, dass ihr auch jederzeit wieder ändern könnt.
Startet trotzdem noch den MariaDB-Server und aktiviert den TCP-Port 3307.

MariaDB-Server Port aktivieren
MariaDB-Server Port aktivieren

Datenbank anlegen

Die Datenbank für die Nextcloud-Installation legen wir mir dem grafischen Tool PHPMyAdmin an. Ihr könnt das natürlich auch per Konsole anlegen.

Meldet euch mit dem Root-Benutzer und dem vorher vergebenen Passwort an.

Datenbank anlegen
Datenbank anlegen

Für Nextcloud legen wir dann einen neuen Benutzer an, der nur Zugriff auf die Datenbank mit dem gleichen Namen bekommt. Den Benutzer “root“, der Zugriff auf alle Einstellungen hat, solltet ihr nicht verwenden.

Vergebt einen Benutzernamen eurer Wahl. Die Datenbank bekommt dann automatisch den gleichen Namen und die Zugriffsrechte werde mit der Aktivierung der Option “Erstelle eine Datenbank mit gleichem Namen und gewährt alle Rechte.” gleich korrekt gesetzt. EIne weitere Anpassung ist damit nicht merh erforderlich.

Benutzer und Datenbank anlegen
Benutzer und Datenbank anlegen

Web Station

In der Web Station lassen sich PHP-spezifische Einstellungen vornehmen und ein neuer virtueller Host für unsere Nextcloud-Instanz anlegen.

In dem Reiter “Status” der Web Station könnt ihr prüfen, ob alle erforderlichen Pakete installiert sind.

Synology Webstation - Status
Synology Webstation – Status

Es sollten die Pakete Apache HTTP Server 2.4 und PHP 7.4 als “Installiert” angezeigt werden.

In den “Allgemeinen Einstellungen” ändern wir die Einstellungen für den “HTTP-Backend-Server” und für “PHP“.

Web Station - Allgemeine Einstellungen
Web Station – Allgemeine Einstellungen

Das Default Profil ist zuerst anzupassen. Dort werden allgemeine Einstellungen vorgenommen, die für alle PHP-Profile gelten.

Für die Nextcloud verwenden wir für memory_limit den Wert 512M. Damit 512MB auch zur Verfügung stehen, müssen wir das unbedingt im Default-Profil freigeben.

Selbstverständlich könnt ihr über das Default Profil auch mehr Ressourcen global zur Verfügung stellen und dann geringere Werte über einzelne PHP-Profile, wie z.B. für die Nextcloud, verteilen.

Web Station - Default Profil
Web Station – Default Profil
Web Station - Default Profil
Web Station – Default Profil

Sucht nach den Einträgen im Reiter “Kern” und ändert die Werte ab

  1. memory_limit: Mindestwert 512M
  2. upload_max_filesize: Tragt hier den Wert für die maximal zugelassene Uploadgröße von Datien ein, z.B. 32M, 4G, etc.
  3. post_max_filesize: Verwendet hier den gleichen Wert wie bei upload_max_filesize

Grundsätzlich solltet ihr für jedes Web-System ein eigenes PHP-Profil anlegen.

Im nächsten Schritt erstellen wir ein eigenes Profil für die Nextcloud-Instanz. Dadurch haben wir die Möglichkeit die Konfigurationen schnell und einfach anzupassen.

Web Station - Profil für Nextcloud anlegen
Web Station – Profil für Nextcloud anlegen

Bevor das Profil gespeichert werden kann, sind noch ein paar Einstellungen im Reiter “Kern” vorzunehmen. Die dort vorgenommenen Einstellugen sind vergleichbar mit den Einstellungen in einer “php.ini“.

Web Station - Nextcloud Profil - Kern
Web Station – Nextcloud Profil – Kern

Sucht nach den Einträgen und ändert die Werte ab

  1. memory_limit: Mindestwert 512M
  2. upload_max_filesize: Tragt hier den Wert für die maximal zugelassene Uploadgröße von Datien ein, z.B. 32M, 4G, etc.
  3. post_max_filesize: Verwendet hier den gleichen Wert wie bei upload_max_filesize

Ändert zum Schluss noch das temporäre Upladverzeichnis, wie bereits oben angegeben.

Temporäres Upload-Verzeichnis anpassen
Temporäres Upload-Verzeichnis anpassen

Speichert das Profil für die Nextcloud ab.

Web Station - PHP-Profile
Web Station – PHP-Profile

Für die Nextcloud benötigen wir noch einen “Virtual Host“. Legt den Host an, wie im Screenshot dargestellt.

Web Station - Virtual Host
Web Station – Virtual Host

Die Konfiguration ist damit abgeschlossen und die Installation von Nextcloud kann beginnen.

Nextcloud – Installation

Die Installation der Nextcloud beginnen wir mit dem Aufruf der Adresse im Webbrowser:

http://ip-adresse-synology/name-virtual-host

Eine Besonderheit ist bei der Installation zu beachten. Die Adresse des Datenbankservers ist auf 127.0.0.1:3307 zu ändern.

Nextcloud – occ-Befehle

Falls eine Meldung zur Ausführung von occ-Befehlen auftaucht, müsst ihr auf der Nextcloud darauf achten, eure verwendete PHP-Version mit anzugeben.
In diesem Beitrag wurde die Version PHP7.4 verwendet, deshalb lautet der Befehl wie folgt:

sudo -u http php74 /volume1/web/nextcloud occ db:add-missing-indices


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Nextcloud auf einem Raspberry Pi installieren

Hier gehts zur Installationsanleitung der Nextcloud auf einem Raspberry Pi
Nextcloud auf dem Raspberry Pi

Photo by Alex Cheung on Unsplash

(**) Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.

5 Antworten auf „Nextcloud auf einem Synology NAS installieren“

  1. Hallo Stefan,
    deine Beiträge finde ich recht interessant und nachvollziehbar.
    Bezüglich Nextcloud hast du auch früher schon Beiträge zur Installation von NC auf einem Raspberry verfasst.
    Was war der Beweggrund NC auf der Diskstation zu installieren?
    Gibt es entscheidende Gründe, die dafür oder dagegen sprechen?

    Ich stehe gerade für mich vor der Entscheidung, wo ich NC installiere, um verschiedensten Dateien, Kontakte, Bilder etc. extern und mobil erreichbar zu machen. Dateien und Bilder liegen bei mir führend in der Diskstation.

    Welchen Weg würdest du empfehlen?

    Viele Grüße, Tilo

    1. Hallo Tilo,

      ich nutze seit einigen Jahren erfolgreich eine Nextcloud-Installation auf einem Raspberry Pi.
      Es gab damit keine größeren Probleme und das System läuft für meine Zwecke auf dem Einplatinencomputer super und stabil.
      Da das Betriebssystem des Raspberry auf Debian basiert findet man dazu sehr viele gute Anleitungen im Internet und die Konfiguration ist mit ein wenig Linux-Erfahrung gut durchzuführen.

      Die Installation von Nextcloud auf einem Synology habe ich gemacht, weil ich die Hardware zur Verfügung hatte und das mal ausprobieren wollte. Die Grundinstallation war relativ schnell erledigt und Nextcloud läuft. Jedoch fand ich die Anpassungen über die Konsole bei der Synology, für mich persönlich, ein wenig umständlich.

      Bis jetzt läuft Nextcloud auch auf der NAS sehr stabil und zuverlässig. Meine Haupt-Nextcloud ist aber nach wie vor die mit dem Raspberry Pi.

      Zu deiner Entscheidung vielleicht noch, wenn du bereits eine NAS hast, kannst du die Nextcloud darauf installieren. Damit hast du nur eine Hardware um die du dich kümmern musst. Auch die Zertifikatsverwaltung, Firewall, etc. kannst du gut über die Synology konfigurieren.
      Zudem brauchst du keine weitere Hardware kaufen und auch keinen Strom für das zweite Gerät bezahlen.
      Was ich bei der NAS auch ganz nützlich finde ist Wake-on-LAN (WoL). Du brauchst das Gerät nicht ständig laufen zu lassen, sondern kannst es bei Bedarf einfach einschalten und automatisch ausschalten lassen. Mit der App ist die NAS ja gleich angeschaltet und kann verwendet werden.

      Wenn du hingegen neue Hardware anschaffst, dann würde ich persönlich das auf einem Raspberry Pi installieren ( ➡ Nextcloud auf dem Raspberry Pi ). Das ist günstiger und die Nextcloud läuft da genauso zuverlässig. Wenn du dich ein wenig mit Linux auskennst, ist die Vorbereitung des OS nicht das große Problem. Die Installation von Nextcloud selbst ist vergleichbar mit der Installation auf dem Pi.
      WoL gibt es beim Pi nicht, da musst du eine andere Lösung finden, z.B. mit einer schaltbaren Steckdose ( z.B. ➡ AVM FRITZ!DECT 200 (*) ).

      Noch ein paar Worte zur Ausfallsicherheit und Sicherheit:

      Die SD-Karte kann ggf. mal ausfallen. Ich habe mein SD-Karte nach über zwei Jahren mal vorsichtshalber getauscht. Wenn du meine Anleitung nutzt, kannst du die gesamte SD als ISO sichern und damit deinen Pi sehr schnell wieder herstellen ( ➡ Raspberry Pi SD-Karte im Livebetrieb klonen – Neue Version ). Alternativ kannst du den Pi auch von einem externen Speichermedium starten. Die angeschlossenen Festplatten am Pi kannst du auch mit ➡ S.M.A.R.T. überwachen und rechtzeitig reagieren, sollten Fehler auftreten.

      Wenn du Nextcloud auf einem Raspberry Pi installiert musst du dich ein wenig mehr damit beschäftigen das Betriebssystem abzusichern. Das ist bei Synology relativ einfach über das grafische Tool “DMS” möglich. Beim Pi hast du dafür lediglich die Konsole.

      Ich hoffe das hilft dir weiter.

      Grüße

      Stefan

      1. Hallo Stefan,
        vielen Dank für die ausführliche Antwort. Die Hardware (NAS und Pi) habe am Laufen. Das NAS läuft auch 24/7 bei mir. NC habe ich auch schon drauf installiert, läuft gefühlt langsamer als auf dem Pi3 B+ (Nextcloudpi-Variante). Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich eine DS213j habe.
        Zum NAS tendiere ich, da ich dort eine Datensicherung nutzen kann. Schwierigkeiten bereitet mir aber der externe Zugriff, da ich einen Reverseproxy (nginx) auf einem Raspi für den externen Zugriff auf andere Komponenten (smarthome, wordpress) am Laufen habe. Somit gelingt mir noch nicht der Zugriff auf NC vom NAS. Der Zugriff über externe Ports via Fritzbox wäre möglich, aber die automatische Lets-Enrypt-Zertifikatserneuerung funktiert für die Diskstation, da Port 80 von meinem Reverseproxy-Pi belegt ist.
        Eine für mich verständliche Lösung als Normaluser habe ich noch nicht gefunden. Den externen Zugriff auf mein Heimnetz möchte ich nicht unbedingt der Diskstation überlassen.
        Vielleicht hast du da einen Hinweis zu diesem Punkt.
        Viele Grüße, Tilo

        1. Hallo Tilo,

          schön, dass dir das geholfen hat.

          Thema Datensicherung
          Meinst du mit Datensicherung, eine Kopie deiner NC-Daten auf der gleichen Synology NAS?
          Falls ja, dann ist das eigentlich keine Datensicherung, da sich die beiden Datenbestände ja das gleiche physikalische Medium teilen.
          Für die Datensicherung solltest du auf jeden fall ein anderes, externes Speichermedium verwenden.

          Für die Synology NAS:
          * ➡ Synology-Backup per rsync automatisch zu openmediavault sichern
          * ➡ Datensynchronisation vom Synology NAS auf den Raspberry Pi mit NFS und rsync

          Mit dem Raspberry Pi hast du ebenfalls sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten deinen NC-Datenbestand auf ein externes Speichermedium zu kopieren.
          * ➡ Datensicherung für die Nextcloud mit rsync
          * ➡ Datensicherung für die Nextcloud mit BorgBackup

          Du kannst den gesamten Datenbestand auch klonen, was u.U. sehr lange dauert
          Raspberry Pi SD-Karte im Livebetrieb klonen

          Möchtest du z.B. deine Kontakte und Kalender jeden Tag sichern, geht das viel einfacher mit dem kleinen Tool “calcardbackup
          Nextcloud – Datensicherung von Kalendern und Adressbüchern automatisch erstellen

          Für die Konfiguration eines externen Zugriffs auf deine NC, die sich auf der Synology NAS befindet, musst du eine Portweiterleitung einstellen. Erst dann kannst du von außen, über einen Domainnamen deine Dienste im eigenen Netzwerk erreichen.

          Hast du dir diesen Beitrag schon mal angeschaut?
          Synology Reverse Proxy für mehrere Dienste oder Geräte verwenden – Teil 2
          Vielleicht hilft der dir bei der Lösung deines Problems.

          Portweiterleitung Synology NAS und Reverse Proxy
          Mit einem Reverse Proxy auf der Synology hast du ja auch die Möglichkeit eigene Ports für deine Dienste zu vergeben. So kannst du auch einen ganz beliebigen Port verwenden, um NC zu erreichen.
          Das einzige Gerät, dass bei dieser Konfiguration eine Portweiterleitung auf dem AVM Router benötigt ist deine Synology NAS. Alles weitere konfigurierst du dann über den Synology Reverse Proxy.

          1. AVM Router –> Portfreigabe auf die Synology NAS

          * Synology –> Reverse Proxy 1 –> DMS
          * Synology –> Reverse Proxy 2 –> Nextcloud auf Synology
          * Synology –> Reverse Proxy 3 –> Nextcloud auf dem Raspberry Pi
          * Synology –> Reverse Proxy 4 –> zu Dienst xy
          * Synology –> Reverse Proxy 5 –> zu Dienst xyxy
          * …

          (Wenn dann natürlich deine Synology ausgeschaltet ist, funktioniert der Reverse Proxy nicht mehr und alle Dienste sind nicht mehr erreichbar, von außen. Über die interne IP-Adressen kannst du darauf noch immer Zugreifen.)

          Portweiterleitung auf Synology und Raspberry Pi und Reverse Proxy
          Bei diesem Setup ist eine Portweiterleitung für Synology und den Raspberry Pi erforderlich. Der Pi ist, dann wie die Synology NAS direkt erreichbar. Alle weiteren Dienste machst du über den Synology Reverse Proxy erreichbar.
          Hier ist es meiner Meinung nach geschickter mit Sub-Domains zu arbeiten. Damit kannst du dann z.B. nextcloud.meinedomain.de anstatt http://www.meinedomain.de:8888 verwenden.

          1. AVM Router –> Portfreigabe auf den Raspberry Pi inkl. Nextcloud z.B. 443
          2. AVM Router –> Portfreigabe auf die Synology NAS

          * Synology –> Reverse Proxy 1 –> DMS
          * Synology –> Reverse Proxy 2 –> Nextcloud auf Synology
          * Synology –> Reverse Proxy 3 –> Nextcloud auf dem Raspberry Pi (brauchst du dann nicht mehr)
          * Synology –> Reverse Proxy 4 –> zu Dienst xy
          * Synology –> Reverse Proxy 5 –> zu Dienst xyxy

          Port 80 und Let´s Encrypt im Allgemeinen
          Ich an deiner Stelle würde keinen Dienst auf den Port 80 lauschen lassen. Für Webanwendungen ist das nicht erforderlich. Da ist die Verwendung des Ports 443 wesentlich sinnvoller.
          Nutze den Port 80 nur für die Erneuerung von Let´s Encrypt Zertifikaten. Wenn du kein Zertifikat zu erneuern hast, deaktivierst du die Portweiterleitung im AVM Router ganz einfach.
          Auch kannst du damit für ganz viele verschiedenen Dienst Let´s Encrypt Zertifikate erstellen bzw. erneuern. Einfach den Port 80 für diese Aufgabe aktiveren und auf das entsprechende Gerät verweisen und nach erfolgreichem Abschluss, die Regel wieder deaktivieren. Damit bist du sehr flexibel und kannst ganz schnell Port 80 nur für die Zertifikatserstellung bzw. -erneuerung verwenden.

          Die Firewall auf der NAS solltest du dann entsprechend deiner Präferenz einstellen, um die Zugriffe von extern bessern steuern zu können:
          * ➡ Synology – Reverse Proxy mit Firewall absichern – Teil 3

          Du kannst auch mehrere eigenen Domains verwenden, um deine Dienste in deinem Netzwerk von extern zu erreichen.
          * ➡ FRITZ!Box DynDNS – Mehrere eigene Domains konfigurieren

          Auf der Synology kannst du die Zertifikate für deine Domains dann ganz einfach verwalten
          * ➡ Synology – Mehrere Zertifikate für die eigenen Domains verwalten

          Ich hoffe das ist verständlich und hilft dir weiter.

          Grüße

          Stefan

          1. Hallo Stefan,
            das waren eine Menge Antworten und Lösungshinweise, die mir weiterhelfen werden. Das Thema Datensicherung hatte ich schon mit der Diskstation gut gelöst.
            Jetzt werde ich doch die NC-Lösung auf dem Pi favorisieren, da ich so oder so die Datenordner der Diskstation iergendwie in NC einbinden muss. Den Vorteil von NC auf dem Pi sehe ich, dass ich diesen auch mal Platt machen kann oder durch neuere Modelle ersetzen kann, ohne den Rest zu gefährden. Auch kann der Zugriff auf die Synologydaten physisch schnell getrennt werden.
            Synology hat zwar eine nutzfähige Oberfläche, aber ohne tieferes Wissen steigt man dort nicht so einfach durch.

            Was die anderen Punkte angeht (Reverseproxy, Zertifikatserneuerung), da muss ich mich noch durcharbeiten, auch was die Subdomainlösung angeht.

            Ich danke dir und wünsche dir ein schönes Wochenende.

            Viele Grüße, Tilo

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