BoxCryptor – Verschlüsselung für die Cloud


Quelle: boxcryptor.com

BoxCryptor wird vom Augsburger Unternehmen Secomba GmbH entwickelt. Das Tool ermöglicht euch eine schnelle Verschlüsselung von Dateien bei populären Cloud Diensten, wie Dropbox, Google Drive und Co.

Die Funktionsweise von BoxCryptor ist recht simpel. Spielen wir mal das Prinzip am Beispiel Dropbox durch.

Die Funktionsweise von Dropbox sollte ja bekannt sein. Ihr installiert das Tool, dass einen Ordner Dropbox auf eurer PC-Festplatte angelegt wird. Der Inhalt dieses Ordners wird dann auf die Server von Dropbox synchronisiert. Der Inhalt des Ordners, also eure Dateien, werden aber auf den Dropbox-Servern wie auf der Festplatte eures PCs gespeichert. Der Dienst wird aber erst interessant, wenn man mehrere Geräte nutz, um auf die Dropbox-Daten zuzugreifen. Nehmen wird mal an, ihr habt einen PC und ein Smartphone. Beide Geräte greifen auf die Serverdaten zu und synchronisieren die neuen Daten automatisch mit den Dropbox-Servern. Nehmen wir nun mal an, ihr ändert eine Datei auf eurem PC und anschließen auf eurem Smartphone. Woher weiß Dropbox nun welche Datei die aktuellste ist. Genau, das funktoniert über einen Zeitstempel, die neueste Zeit ist gleichzeitig die neueste Dateiversion.
Nun gibt es aber bei der Synchronisationsgeschichte ein Problem. Die Admins von Dropbox haben die Möglichkeit eure persönlichen Dateien einzusehen, da diese im Klartext auf den Dropbox-Servern gespeichert werden. Das Gleiche gilt auch, wenn euer Konto gekappert wird. Fremde können eure Daten einsehen.

Und genau hier setzt Dropbox an. Es verschlüsselt eure Daten in Dropbox, on-the-fly. Das bedeutet, sobald ihr eine neue Datei über BoxCryptor an Dropbox sendet, wird die Datei sofort verschlüsselt und dann an die Server gesendet, das Gleiche gilt für die Entschlüsselung. Kurz gesagt, on-the-fly ist eine Echtzeit Ver- und Entschlüsselung eurere Daten.

Der ein oder andere von euch könnte jetzt frage, ob die BoxCryptor-Admins an eure Daten gelangen können. Auf der Herstellerseite wird das dementiert. Dort erfährt man, dass nur der User selbst auf die verschlüsselten Daten zugreifen kann. Also immer die Kombination für das Ver- und Entschlüsseln aufpassen, da es sonst passieren kann, dass ihr auf eure Daten nicht mehr zugreifen könnt. 🙂

Wie funktioniert aber BoxCryptor nun?
Installiert ihr das Tool, wird ein virtuelles Laufwerk angelegt, das aber in den Dropbox-Ordner auf eurer Festplatte synchronisiert.

BoxCryptor - Einstellungen
BoxCryptor – Einstellungen

Bevor ich das umständlich beschreibe, versuche ich das Prinzip mal grafisch darzustellen.

Die Verschlüsselung durch BoxCryptor funktioniert aber nur, wenn ihr eure Daten in das virtuelle Llaufwerk kopiert. Speichert ihr die Daten direkt in den Dropbox-Ordner, gibt es keine Verschlüsselung.

BoxCryptor verschlüsselt somit die Daten und nutzt die Synchronisationsfunktion von Dropbox oder eines der anderen unterstützden Cloud Diensten.

BoxCryptor gibt es seit einiger Zeit kostenlos für einen Cloud Dienst, z.B. Dropbox. Möchtet ihr aber zusätzlich noch eure Daten in Google Drive verschlüsseln, dann müsst ihr einen Lizenzkey kaufen.
Was ganz interessant ist, möchtet ihr die Verschlüsselung in euerer Family nutzen, dann bietet Secomba GmbH eine „Familienlizenz“ an. Genauere Details findet ihr dazu auf der Seite des Herstellers ➡ https://www.boxcryptor.com/.

BoxCryptor gibt es aktuell für die gängigen Betriebssysteme, außer für Linux. Wollt ihr das Tool unter dem freien Betriebssystem nutzen, dann müsst ihr ein paar Sachen beachten. Eine detaillierte Anleitung findet ihr ebenfalls auf der Seite des Herstellers ➡ http://blog.boxcryptor.com/how-to-use-boxcryptor-with-encfs-in-ubuntu-ma

So genung der Erklärung, versucht den BoxCryptor einfach selbst aus, hier noch ein paar Links

Alternativ gibt es noch ein Workaround, dass ihr anstatt BoxCryptor für die Verschlüsselung eurer Daten nutzen könnt.
Ihr könnte mit Truecrypt einen Container im Dropbox-Ordner erstellen. Der Container wird dann mittels Dropbox auf die Server synchronisiert und von dort auf alle angeschlossenen Geräte verteilt. Für Smartphone gibt es aber kein Truecrypt, was die Entschlüsselung bzw. die Verschlüsselung etwas aufwendige macht. Ihr benötigt noch eine zusätzliche App und zwar EDS Lite. Eine Beschreibung der App findet ihr ebenfalls in meinem Blog ➡ TrueCrypt für Android .

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