Spotify über den Raspberry Pi abspielen

Ich habe seit langen einen Raspberry Pi an meiner Stereoanlage hängen, auf dem ich mpd installiert habe.
Das Ganze läuft wunderbar, ich kann meine lokale Musikbibliothek abspielen und auf die unterschiedlichsten Radiostreams zugreifen.

Im Blog gibt es die entsprechende Anleitung zum einrichten. Diese sind zwar schon ein paar Jahre alt, funktionieren aber nach wie vor 🙂
MPD-Server auf dem Raspberry Pi
Radiostreams dem MPD-Server hinzufügen

Nun habe ich seit längerem einen Spotify-Account und habe das bis jetzt immer über das Handy und die Kopfhörer gehört. Durch Zufall bin ich vor kurzem auf das Projekt “raspotify” ( ➡ https://github.com/dtcooper/raspotify.
Das kleine Tool ermöglicht das Anhören von Spotify über den Raspberry Pi.

raspotify nutzt dazu Spotify Connect ( ➡ https://www.spotify.com/de/connect/).

Neben dem Raspberry Pi benötigt ihr eine installierte Spotify-App auf einem mobilen Endgerät. In der App könnt ihr das abzuspielende Gerät auswählen, auf den der Stream “umgelenkt” und abgespielt wird. Die Songs wählt ihr in der Spotify-App auf eurem mobilen Gerät aus, die dann sofort auf dem Raspberry Pi abgespielt werden.
Nach meiner Anleitung funktioniert das nur im eigenen Netzwerk. Der Raspberry Pi kann ohne die Spotify-App keinen Stream abspielen.

Ich habe also meinen bestehenden Raspberry Pi mit mpd genommen und dort raspotify installiert. Man kann dort nun zwischen beiden Diensten hin und herwechseln ohne zusätzliche Hardware und ohne irgendwelche Kabel umzustecken.

Installation

Die Installation und die Konfiguration ist sehr einfach und gleich durchgeführt. Der Installationsbefehl findet ihr auf der github-Seite von raspotify https://github.com/dtcooper/raspotify

pi@spotify:~ $ curl -sL https://dtcooper.github.io/raspotify/install.sh | sh

########
ACHTUNG!
Läuft mpd bereits auf dem Pi und ist nach meiner Anleitung eingerichtet, müsst ihr das nicht mehr machen! Geht gleich zum alsamixer.
########

pi@spotify:~ $ sudo aptitude install alsa-utils
pi@spotify:~ $ sudo modprobe snd_bcm2835
pi@spotify:~ $ sudo amixer cset numid=3 1
pi@spotify:~ $ sudo alsactl store

Die Lautsärke des Pis könnt ihr direkt auf der Konsole mit “alsamixer” anpassen.

pi@spotify:~ $ alsamixer
alsamixer - Lautstärke einstellen
alsamixer – Lautstärke einstellen

In der Config von raspotify ist noch der Audioausgang zu definierenkonfigurieren
Tragt als Ausgabegerät die gleichen Werte wie bei mpd ein:

pi@spotify:~ $ sudo nano /etc/default/raspotify
OPTIONS="--device hw:0,0"
raspotify - Audioausgang definieren
raspotify – Audioausgang definieren

Anschließend startet ihr den Dienst neu und könnt dann sofort Musik von Spotify wiedergeben.

sudo service raspotify restart

In der Spotify-App wählt ihr einen Titel aus und wählt als Ausgabegerät den Raspberry Pi aus.

Sportify Connect
Sportify Connect

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Meine verwendete Hardware:

Raspberry Pi 3 Model B

GeeekPi Gehäuse für Raspberry Pi 3 Modell B+, mit Lüfter und 3 Stück Kühlkörper

Bildquelle: raspberrypi.org

3 Antworten auf „Spotify über den Raspberry Pi abspielen“

  1. Hi Stefan, guter Beitrag. Ich benutze auch raspotify und bin begeistert wie einfach das funktioniert. Sogar für mich der eher ein interresierter Leihe ist. Deswegen habe ich noch eine Frage an dich. Denkst du es ist möglich auch noch ein kleines Relay wie dieses https://smile.amazon.de/dp/B07TYG14N6/ref=cm_sw_r_cp_apa_i_.6RjFb8YPJXY3 anzusteuern wenn raspotify läuft bzw nicht läuft? Dann wäre nämlich nur der raspberry auf standby und die Endstufe für die Lautsprecher würde nur bei Bedarf angeschaltet. VGMatze

  2. Schade. Ich habe so ein relay schon in einem Projekt mit dem Craftbeerpi eingesetzt. Aber da ist ja auch schon alles vorbereitet und man muss das Teil nur noch an den richtigen Pins anschließen. Bei dem Raspotify besteht ja eher die Schwierigkeit darin den einen Pin in Abhängigkeit vom Status der Wiedergabe zu schalten. Also z. B. bei “Play” GPIO = 1 und nach einer gewissen idle time ohne Wiedergabe GPIO = 0. Leider habe ich nicht genügend Erfahrung um diesen Code selbst zu schreiben. Aber vielleicht komme ich da ja irgendwann noch hin. 

    Gruß Matze

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