Stefan's Weblog

1Mai/110

SiteBar – Lezezeichenverwaltung im eigenen Netzwerk

Nachdem ich auf meinem kleinen PC, einem Packard Bell iMax mini N3600, die Server Edition von Ubuntu installiert habe, bin ich gerade ein bisschen am herumspielen.
Im wiki.ubuntuuseres.de bin ich durch Zufall über einen kleinen Beitrag gestolpert. Dort wird das kleine serverbasierte Programm SiteBar vorgestellt. SiteBar ist ein Lesezeichen-Verwalter für das heimische Netzwerk.

Mein Interesse war geweckt. Ich habe die Anforderungen noch durchgelesen und es wird benötigt

  1. MySQL-Server
  2. Apache 1 oder 2

Nachdem beide Programme schon auf meinem kleinen Server laufen, habe ich mich kurzerhand an die Installation gemacht. Das Einspielen und die Betriebnahme von Sitebar ist eigentlich ein Kinderspiel. Auf der Knosole gibt man

sudo aptitude install sitebar


ein und schon wird es installiert. Nach dem Download werden noch ein paar Sachen abgefragt, wie Passwort des Administrators, etc.

Nach der erfolgreichen Installation kann man das Sitebar dann auch schon aufrufen. Nachdem es auf einem Server läuft, muss man es über http://ip-adresse-des-servers/sitebar aufrufen.

Kommt man auf die grafische Oberfläche, sind nochmal ein paar Kleinigkeiten einzugeben. Das Programm frägt ab, ob man es eine Datenbank auf dem MySQL erzeugen soll, wie die benannt werden soll und wie der Benutzer mit Passwort des MySQL-Servers fürs Anlegen einer neuen Tabelle heißt.
Die Eingabe sollte eigentlich kein Problem darstellen.

Nun kommt noch ein Punkt, der etwas komisch ist. SiteBar erstellt eine Config-Datei mit den oben eingegebenen Informationen, also

  1. host --> localhost (Der Speicherort der MySQL-Datenbank; auch wenn es auf einem entfernten Rechner, z.B. einem Server läuft ist das localhost
  2. username --> des MySQL Benutzers
  3. passwort --> des MySQL Benutzers
  4. name --> Name der MySQL Datenbank

Das komische ist, es wird versucht die Config-Datei im Verzeichnis /etc/sitebar zu speichern. Das wird allerdings nicht gelingen, da der Webserver Apache dort keine Schreibrechte hat. Also die Datei auf den lokalen PC herunterladen und dann auf den Server kopieren. Es gibt hier mehrere Möglichkeiten

  • Dolphin auf und in die Adresszeile eingeben
    sftp://benutzername@ip-adresse-des-server/home/benutzername

    . Dann die Config mittels Drag&Drop auf den Server kopieren. Die kopierte Datei muss nun aber auf in den oben genannten Pfad kopiert werden. Also über ssh auf den Server und dort den Befehl

    sudo cp /home/benutzername/config.inc.php /etc/sitebar

    eingeben. Das kopiert die Config-Datei an den richtigen Ort.

  • Anstatt den Umweg über Dolphin zu gehen, kann man das kopieren gleich Ganz über die Konsole machen, eine SSH-Anmeldung auf dem Server wird hier vorausgesetzt. Dafür gibt es den Befehl scp. Die ganze Befehlszeile lautet also
    scp benutzer.arbeitspc benutzername@ip-adresse-des-servers:/home/benutzername

    Die config.inc.php ist nun auf dem Server und muss noch in /etc/sitebar kopiert werden.

Okay, das wäre geschafft. Nun kann man Sitebar im Webbrowser aufrufen http://ip-adresse-des-server/sitebar. Nun noch anmelden und man findet sich auf der Oberfläche von Sitebar wieder.

Lesezeichen kann man sehr leicht hinzufügen. Man macht einen Export seiner Lesezeichen aus dem Browser und speichert diesen auf dem lokalen PC.

In den Screenshots wird gezeigt, wie man einen neuen Ordner erstellt und dort die Lesezeichen einfügt.

Nach dem Klick auf "Bestätigen" werden die Lesezeichen in dem Ordner angezeigt.

Nun gilt es noch die Lesezeichen im Webbrowser auf dem lokalen PC anzeigen zu lassen. Es werden mehrere Möglichkeiten im Punkt Integration beschrieben.

Die Integration in Firefox habe ich wie im Screenshot dargestellt gelöst.

Was passiert nun, wenn man außerhalb seinen Netzwerks unterwegs ist?

Genau richtig, die Lesezeichen sind nicht mehr verfügbar. Man ist quasi offline.

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